// Meinung

Heiß wie nie. Der Sommer 2022.

Es gibt Menschen, die feiern den Sommer. Ich freue mich jetzt nur noch auf den Herbst. Der September ist ein guter Punkt, um mal zurück zu schauen. Was war eigentlich in den letzten Wochen los?

»Der Sommer« beginnt für mich Mitte Mai. Da habe ich Geburtstag und ich kann mich nicht erinnern, dass das Wetter auch nur einmal schlecht war. Es war schon kalt. Und einmal so sehr, dass meinen Freunden und mir die Finger am Bier bei »Swinging Hannover« festgefroren sind. 2003? Ist wirklich lange her.

Action am Pelikanplatz!

Nicht ganz so lange her sind unsere Erfolge in diesem Sommer. Pitch gewonnen. Wir kümmern uns jetzt zusammen mit der Verbraucherzentrale Niedersachsen um das Thema Lebensmittelwertschätzung und zwar auf allen Kanälen. Fahrt aufgenommen. Unser neuer Kunde Volksheimstätte Göttingen setzt als die Wohnungsbaugenossenschaft vor Ort auf unsere Kompetenz und renoviert mit uns seine Marke. Neu entwickelt. Für hannoverimpuls haben wir den Markenauftritt und Markteintritt der »Digital Health City Hannover« kreiert und begleitet.

Nicht in Hamburg oder Haiti.

Apropos Hannover: Unsere Stadt war in diesem Sommer mehrfach Schauplatz eines Themas, das sich mir nur schwer erschließt: Kulturelle Aneignung. Erst lädt »Fridays for Future« die weiße Musikerin Ronja Maltzahn für einen Auftritt aus, weil sie Dreadlocks trägt. Dann wird der Förderantrag eines Förderzentrum für eine »Indianerfreizeit« für finanziell schwache Familien abgelehnt, mit der Begründung, dass Wort »Indianer« stehe in einem rassistischen Zusammenhang. Das ist mir alles zu einfach und nicht reflektiert genug. Da fehlt mir auch jederlei Maß. Und hier im Blog der Raum, um es ausführlich zu beleuchten. Bitte mal »Fight The Power+Public Enemy« googlen. Da hat das Thema nämlich seinen Ursprung. Und mal überlegen, ob Kultur ohne Aneignung sich überhaupt entwickelt.

Und sonst so? Wespensterben im Weißweinglas.

Unglaubliche 750 Sonnenstunden wurden bislang in diesem Sommer in Hannover aufgezeichnet. 35% mehr als sonst. Gleichzeitig sind lediglich knapp 56 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. 70% weniger als sonst. Auch das ist mir nicht entgangen. Einziger Vorteil, ich saß 50% mehr auf meiner kleinen Dachterrasse. Und konnte regelmäßig beobachten, wie sich Wespen in meinen Weißwein verirrten. Vielleicht auf der Suche nach etwas Erfrischung. Oder sie haben wegen der diesjährigen Hitze einfach Suizid begangen. Wer kann das schon wissen.

Sommer 2022. Man reibt sich bedrückt die Augen im Angesicht der Entwicklungen in unserer Welt. Corona – und kein Ende. Ukraine – es ist zum Verzweifeln. Erdgas – die neue Waffe. Klimawandel – wir müssen handeln. Cancel Culture – macht Euch mal locker. Über das, was in den letzten Monaten passiert ist, mache ich mir so meine Gedanken. Andere Meinung? Her damit.